{"type":"rich","html":"<div style=\"width: 640; height: 426; font-family: sans-serif,arial,freesans;\" ><div id=\"shared_container_506368722\" class=\"shared_container\"><div id=\"shared_header_506368722\" class=\"shared_header\"><a href=\"https:\/\/hub.netzgemeinde.eu\/channel\/jabgoe2089\"><img src=\"https:\/\/hub.hubzilla.de\/photo\/profile\/s\/41\" alt=\"Alexander Goeres \ud808\udc2f\" height=\"32\" width=\"32\" loading=\"lazy\" \/><\/a><span><a href=\"https:\/\/hub.netzgemeinde.eu\/channel\/jabgoe2089\">Alexander Goeres \ud808\udc2f<\/a>  wrote the following  <a href=\"https:\/\/hub.hubzilla.de\/item\/7025e86b-ab3a-48cd-a30b-24e0ae9b110e\">Beitrag <\/a><span class=\"autotime\" title=\"2023-11-14T15:55:32+01:00\">Tue, 14 Nov 2023 15:55:32 +0100<\/span><\/span><\/div><div id=\"reshared-content-506368722\" class=\"reshared-content\"><strong>Anja Fahrner, Alkatar.<\/strong><br \/>Ein Buch wie selbstgemacht. So, als versuchte ich ein Bild wie Dal\u00ed zu malen oder auch nur wie Kandinski.<br \/><br \/>Die Menschheit steht kurz vor dem Kollaps. Da erscheinen Au\u00dferirdische, die Laurasier, und bieten ausgew\u00e4hlten Menschen die Rettung an durch die Umsiedlung auf andere Planeten. Diese Au\u00dferirdischen sind entfernte Verwandte der Menschheit, haben den Weltraum besiedelt und den Interplanetaren Bund gegr\u00fcndet. Dabei wurden einige Welten besiedelt, deren Bewohner heutzutage nur noch entfernt mit den Laurasiern verwandt sind. Sie mischen sich teilweise in die Geschicke dieser Welten ein (wie bei den Menschen) oder lassen die Bewohner auch in Ruhe ihrem Leben nachgehen (wie bei dem Sumaren).<br \/><br \/>Die Geschichte beginnt mit der Erz\u00e4hlung von Alkatar. Ein schweres Schicksal bringt ihn dazu, seinen Planeten Suma zu verlassen und bei den Laurasiern Arbeit zu suchen. Die Sumaren sind eine Art \u00dcbermenschheit, starke, kr\u00e4ftige und intelligente Wesen, die von einem Matriarchat regiert werden, das die m\u00e4nnlichen Agressionen mit strenger Hierarchie in gef\u00e4hrlichen traditionellen Jagden kanalisiert. Solche Menschentypen sind bei den Laurasiern sehr beliebt und hoch gesch\u00e4tzt, da sie selten ihren Heimatplaneten verlassen. Alkatar macht bei ihnen Karriere als Heerf\u00fchrer. Von dieser Karriere erf\u00e4hrt man nur wenig, au\u00dfer dass er sich sehr hervorgetan hat im Kampf gegen die Halwaren. Die Halwaren sind die Feinde der Laurasier und versuchen diese auszurotten, wogegen sich die Laurasier nur mit M\u00fche wehren k\u00f6nnen.<br \/><br \/>Nach seiner Karriere als Heerf\u00fchrer wird Alkatar auf einen Ruheposten versetzt und soll \u00fcberwachen, wie sich eine neu gegr\u00fcndete Menschen-Kolonie entwickelt. Sie besteht aus jungen Leuten, die vor dem Untergang der Erde gerettet wurden und auf einem anderen bewohnbaren Plaeten einen neuen Anfang machen sollen. Wegen der K\u00e4mpfe gegen die Halwaren muss die Koloniegruppe allerdings umgeleitet werden und landet ein paar Jahrzehnte sp\u00e4ter als geplant auf einem v\u00f6llig anderen Planeten als urspr\u00fcnglich vorgesehen. Dieser Planet names Zadeg ist schon bewohnt und wurde erst vor kurzem von der Herrschaft der Halwaren befreit. Die \u00fcberlebenden Ureinwohner stimmen der menschlichen Besiedlung zu und so werden die Kolonisten in einem abgeschiedenen Gebiet Zadegs abgesetzt um dort ihre menschliche Gesellschaft aufzubauen. Das entwickelt sich aber anders, als es die Menschen erwartet hatten.<br \/><br \/>Die irdischen Umsieder m\u00fcssen dort n\u00e4mlich von Null anfangen. Ziel ist es, ihnen alle Agressionen und schlechten Charakterz\u00fcge abzuz\u00fcchten um sie danach in die Gemeinschaft des Interplanetaren Bundes aufzunehmen und gel\u00e4utert auf die restaurierte Erde zur\u00fcckzuschicken. \u00dcberwachen soll das Ganze Alkatar. Die Hauptpersonen unter den Menschen sind ein Geschwisterpaar, Stefa und Heinrich sowie Heinrichs Partnerin Ulrike. Die Menschen sind nicht erfreut \u00fcber diese Aussichten, scheinen sich aber anfangs zu f\u00fcgen. Mit der Zeit entwickelt sich aber immer mehr Widerstand gegen die Aufsicht durch Alkatar. Heinrich entpuppt sich als B\u00f6sewicht, unterst\u00fctzt durch seine Lebensgef\u00e4hrtin und versucht einen Aufstand anzuzetteln. Stefa ist verliebt in Alkatar, weil der sie an ihren fiktiven Comic-Helden erinnert und ger\u00e4t dadurch in Konflikt mit ihrem Bruder Heinrich. Die Geschichte wird immer dramatischer und irgendwann konnte ich nicht mehr weiterlesen, weil es mir zu dumm wurde.<br \/><br \/>Die Charaktere sind flach und langweilig. Heinrich ist von Anfang an als B\u00f6sewicht dargestellt, der seine Schwester dominiert und herumkommandiert, w\u00e4hrend er versucht, sie mit Zuneigung und Ablehnung unter Kontrolle zu halten. Sein geh\u00e4ssiger Charakter wird sp\u00e4ter vollkommen offensichtlich, als er versucht, die Herrschaft \u00fcber die Kolonie an sich zu rei\u00dfen. Seine Lebensgef\u00e4hrtin ist undimensional, ein reines Anh\u00e4ngsel, die auf Heinrichs Schwester herabsieht und Heinrich in allem unterst\u00fctzt. Stefa soll vermutlich sch\u00fcchtern wirken und von emotionaler Tiefe. Diese Darstellung sch\u00e4gt aber total fehl. Sie ist eine selbstbezogene Person, die versucht ihrem Bruder in allem zu gefallen, f\u00fcr ein paar emotionale Streicheleinheiten. Sie zeigt keinerlei Mitgef\u00fchl f\u00fcr die Einheimischen, au\u00dfer wenn die sich ihr vollkommen unterwerfen. Ihr Mitgef\u00fchl f\u00fcr die anderen Menschen ist auch nur sehr schwach ausgepr\u00e4gt. Sie nimmt nicht am gesellschaftlichen Leben teil, was aber nicht sch\u00fcchtern wirkt, sondern gleichg\u00fcltig. Sie ist von Selbstmitleid gepr\u00e4gt, weil ihr geliebter Alkatar sie zuerst ignoriert. Als er das nicht mehr tut, fehlt ihr der Sex und sie ist v\u00f6llig au\u00dferstande, sich zu \u00fcberlegen, dass er vielleicht daf\u00fcr Gr\u00fcnde haben k\u00f6nnte. Solange bis er ihr die Gr\u00fcnde erkl\u00e4rt. Dann kann sie sich immer noch nicht erkl\u00e4ren, wieso Alkatar aber noch andere Freunde hat au\u00dfer ihr. Der Held Alkatar ist modisch gebrochen. Sein schweres Schicksal, das ihn von seinem Heimatplaneten vertrieb, hat ihm auch in seiner Zeit als Heerf\u00fchrer stark zugesetzt. Und nun ist er der Chef der Kolonie, hadert st\u00e4ndig mit sich selbst, trauert um seine Heimat und ist sehr sch\u00fcchtern und rechtschaffen.<br \/><br \/>Es war irgendwann einfach zu viel des Schlechten. Die Sprache des Romans ist unbeholfen, voller unpassender Metaphern. Sie wirkt h\u00f6lzern und unausgegoren. Die Geschichte ist vorhersagbar. Alles zusammen ergibt einen Roman, den ich nicht empfehlen kann. Meine Toleranzschwelle f\u00fcr schlechte SF-Fantasy ist recht hoch, aber ich muss nicht alles lesen, das mir nicht gef\u00e4llt. Selbst Perry-Rhodan-Fans sollten sich so etwas nicht antun. Es gibt sehr viel mehr und bessere B\u00fccher.<br \/><br \/>Auch wenn die Biographie der Autorin sie sehr sympathisch erscheinen l\u00e4sst, Anja Fahrners Buch ist nicht empfehlenswert. Sie hat sogar noch Fortsetzungen davon geschrieben \u2026<em><\/em><\/div><\/div><br \/><\/div>","width":640,"height":426}