Hubzilla-Häppchen: Mit Restriktionen anderer Dienste umgehen
Hubzilla weist viele Features auf, die bei anderen Fediverse-Diensten fehlen oder nur eingeschränkt existieren...
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Hubzilla weist viele Features auf, die bei anderen Fediverse-Diensten fehlen oder nur eingeschränkt existieren. Die "berühmteste" Einschränkung vieler Dienste ist die Begrenzung der Zeichenanzahl von Postings und Kommentaren. Das betrifft aber zum Glück nur das Verfassen von Beiträgen von einem Account auf einer solchen Instanz. Beiträge von Hubzilla, welche das Zeichen-Limit überschreiten, werden vollständig angezeigt. Einige Dienste klappen den langen Beitrag ein, er lässt sich aber durch Klick ausklappen.
Haariger wird es mit Text-Formatierungen.

So stellt z.B. Mastodon fetten, kursiven und unterstrichenen Text korrekt dar. Durchgestrichener Text wird aber nicht durchgestrichen angezeigt.
Textgröße und Textfarbe werden ebenfalls nicht gerendert.
Sortierte und unsortierte Listen werden bei Mastodon korrekt dargestellt... eingebettete Bilder werden nicht eingebettet, sondern am Ende des Beitrags angezeigt (max. vier).
Die horizontale Linie wird nicht angezeigt.
Kommentare und Code-Abschnitte werden allerdings korrekt gerendert.



Als weiteres Beispiel rendert Sharkey fetten und kursiven Text korrekt, unterstrichenen und durchgestrichenen hingegen nicht. Textgröße und Textfarbe werden ebenfalls nicht dargestellt.
Außerdem werden die Listenelemente sortierter und unsortierter Listen zwar untereinander dargestellt, es werden aber keine Aufzählungszeichen bei den unsortierten und keine Nummerierung bei den sortierten Listen dargestellt.
Zitate und Code-Abschnitte funktionieren, nicht jedoch die horizontale Linie.
Eingebettete Bilder werden nicht eingebettet, es wird aber an der entsprechenden Stelle ein Link zum Bild eingefügt und am Ende des Beitrags wird das Bild angezeigt, nochmals ein Link zur Bildquelle angegeben und außerdem ein Link zum kompletten Beitrag auf dem Ursprungs-Server angegeben.



Das bedeutet, dass Beiträge mit reichhaltigen Textauszeichnungen bei diesen Diensten eher schlecht und ggf. sogar halbwegs unleserlich dargestellt werden.
Ich habe außerdem erfahren, dass es z.B. Apps (meist für Mastodon) gibt, welche formatierten Text als ungerenderten HTML-Code anzeigen... das ist nun maximal beschissen und es wird echt unlesbar.
Hat man aber nun ein große Anzahl an Kontakten anderer Dienste (als Hubzilla, (streams), Forte), dann sollte man sich Gedanken darüber machen, wie man von Hubzilla aus im Fediverse agiert.
Generell kommt man mit den Formatierungen, welche von Mastodon unterstützt, im normalen Alltag gut aus. Dass Bilder nicht eingebettet werden, aber zumindest am Ende angezeigt, ist auch noch zu verkraften.
Die Beschränkung auf vier Medien ist Murks, aber in vielen Fällen auch kein großes Problem.
Man sollte also bei öffentlichen Postings darauf achten, die nicht unterstützten Formatierungen möglichst nicht zu verwenden (ich gebe zu, ich achte selbst auch nicht immer darauf). Ist es wichtig, dass eingebettete Bilder an der korrekten Stelle erscheinen, kommt man dann aber nicht weiter. Und wenn es ein Beitrag erfordert, die nicht unterstützten Formatierungen zu verwenden, dann ist das Ergebnis in der Timeline der Follower nicht schön und oft nicht hilfreich.
Sicherlich kann der Mastodon-Nutzer im Beitrags-Menü ("⋮" unten rechts) mit dem Menüpunkt "Ursprüngliche Seite öffnen" den Orignalbeitrag auf dem Hubzilla-Hub anschauen (wo er natürlich korrekt dargestellt wird), aber diese Möglichkeit kennen nicht sehr viele Nutzer. Gleiches gilt für 'key-Dienste, wie z.B. Sharkey. Hier wird am Ende zwar der Link zum Originalbeitrag angegeben... aber nicht jeder weiß, was sich hinter dem Link verbirgt.
Für solche Fälle, also wenn man einen Beitrag aufwendiger gestalten will oder muss, ist es besser, wenn man den Beitrag mit seinem Hubzilla-Kanal als Artikel verfasst. Artikel werden aber nicht föderiert, landen also nicht in der Timeline der Verbindungen. Ich persönlich mache es deshalb so:
Ich verfasse den Beitrag als Artikel in meinem Kanal. Und da kann ich so richtig "die Sau rauslassen", was die Beitragsgestaltung betrifft. Da Artikel nur durch meinen Hub selbst dargestellt werden, sieht jeder auch das korrekte Ergebnis.
Und dann erstelle ich einen öffentlichen Beitrag, mit welchem ich den Artikel verlinke. Hier vermeide ich sinnentstellende Formatierungen. Damit derjenige, der mein Posting in seiner Timeline sieht, auch weiß, worum es geht, gebe ich den Titel des Artikels an und füge ein kurzes Zitat aus dem Artikeltext als Zitat formatiert an. Drunter packe ich auch noch einen Link, der sich hinter "..:: WEITERLESEN ::.." verbirgt (muss man so aber nicht machen... der Link ist damit doppelt gemoppelt).

Ich denke, damit kommt man den Nutzern anderer Dienste, die durch Restriktionen bei der Beitragsdarstellung glänzen, ganz gut entgegen.
Und wie macht Ihr das?
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