
Nach dem
Anschlag auf den CSD in Berlin versammelten sich 200 Solingerinnen und Solinger zum
Gedenken an die Opfer und Angehörigen in der Citykirche der Innenstadt. Sie hörten Redebeiträge und entzündeten Kerzen. Aufgerufen hatte der Verein
CSD Solingen; er hatte am Samstag nur Stunden vor dem Berliner Angriff mit seinem Umzug in Solingen friedlich für gesellschaftliche Akzeptanz und Gleichberechtigung demonstriert.
Die Citykirche liegt am Ort des terroristischen Messeranschlags 2024 auf das Solinger Festival der Vielfalt. Bei dieser Tat wurden drei Menschen ermordet und acht weitere verletzt. Zu der halbstündigen Andacht jetzt spielten die Organisatoren unter anderem das Lied "Nie wieder ist jetzt!"
Der Journalist Philipp Müller erläuterte als Teil der Gruppe zu dem Gedenken:
Ich habe gelernt, dass Menschen das gemeinsame Trauern brauchen.
Persönlich kommentierend fügte er hinzu: "Mich regt dieses Behördenversagen auf. Wir haben einen Täter, der im Grund ins Gefängnis gehört hätte. Das Unverständnis darüber wird die Republik trennen."
Müller war 2024 einer der Sprecher des angegriffenen Stadtfestes. Sein Kommentar ist persönlich zu sehen, denn laut dem bisherigen Stand soll der inzwischen verstorbene Tatverdächtige des Berliner Anschlags berechtigt in Freiheit gewesen sein.In
Wuppertal hatte für 17.30 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz ebenfalls eine Gruppe eine
Trauer- und Solidaritätskundgebung angekündigt.
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